Mee(h)r erleben
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- Veröffentlicht am Sonntag, 14 August 2011 06:53
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Bericht zu Mee(h)r erleben (Hartmut Zinn, Kassel)
Nachdem wir die etwas beschwerliche Anreise mit einem
langen Stau bei Hamburg hinter uns gebracht hatten,
erreichten wir gegen 15.45 Uhr den FKK-Campingplatz
am Rosenfelder Strand.
Nach dem freundlichen Empfang von Günther Hedderich
und Hartmut dem Platzanweiser bauten wir unser Zelt in
der Nähe des Küchenhauses und des Jugendcamps auf.
Dann gingen wir erst einmal zum Strand und spazierten
ein Stück in Richtung Dahme. Als wir wieder zurückkehrten
warauch Lucca - ein Freund meiner Tochter aus unserem
Nachbarverein - angekommen. Die Zwei,beide 10 Jahre alt,
fühlten sich sofort wohl auf dem Campingplatz und im Laufe
der Woche spielten immer mehr Kinder bei uns im und am Zelt.
Es spricht für den Charakter der Veranstaltung Mee(h)r erleben, dass man sehr schnell mit vielen
Leuten Kontakt bekommt und besonders beim Kenenlernkaffeetinken und der ersten Abendveranstaltung
haben wir viele nette Menschen kennengelernt und nach zwei Tagen fühlten wir uns schon wie zu Hause.
Da ich beim zweiten internationalen Naturistenlauf teilnehmen wollte, machte ich auch beim
morgendlichen Lauftraining mit. Wir trafen uns um acht Uhr und liefen etwa fünf Kilometer, wobei
wir auch außerhalb des Geländes durch die Felder liefen. Hier lief auch unser Yogalehrer mit und
anschließend traf sich die Yogagruppe zu ihren Übungen. Für mich war dies interessant, da ich noch
nie Yoga gemacht hatte und so einen Einstieg bekam. Mir gefiel es so gut, dass ich auch den Rest
der Woche immer am Yoga teilnahm. Vielleicht lag es an unserem Sonnengruß, dass das Wetter
meistens im Laufe des Vormittags wieder besser wurde.
Abends war am Festzelt immer was los. Egal ob man die leckeren Waffeln, ein Tagesgericht, die
Steaks, Würstchen oder Pommes essen wollte, dank der vielen Helfer wurde man immer satt.
Abends fand im Zelt eine Disco statt – es wurde ausgiebig getanzt. Auch die FKK-Jugend führte
hier ihre im Zirkusworkshop eingeübten Nummern auf. Mit meiner Frau nahm ich an dem Salsa-
Tanzkurs teil. Zwei Damen – eine aus der Dominikanischen Republick - studierten mit uns die
Tanzschrite ein. Das Tempo steigerte sich kontinuierlich und zum Schluß kamen wir ganz schön ins
Schwitzen.
Auch die Stunden am Strand waren schön. Das Ostseewasser war erfrischend aber nicht zu kalt und
so war ich auch jeden Tag schwimmen gegangen. Die Kinder begeisterte das schwimmende
Trampolin und eine aufblasbare Rettungsinsel. An manchen Stellen war der Strand ein bißchen
steinig aber das Wasser ist sehr lange flach und so auch gut für Kinder zum Baden geeignet.
Da wir in der Nähe des Jugendlagers zelteten, bekamen wir mit, welche großartige Arbeit die
Jugendübungsleiter leisteten. Es gab einen Zirkusworkshop, eine Feuershow wurde eingeübt, Tshirts
und ein Wohnwagen wurden bunt bemalt, es wurde gesungen und vieles mehr.
Günther Fragt immer alle Leute, ob sie schon in seinem Buch (als Helfer) eingetragen sind und so
wollten wir auch unseren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Meine Frau wurde
Streckenposten beim Naturistenlauf und ich verbrachte einen Abend am Grill und widmete mich
hauptsächlich den Putenspießen.
Am Samstag fand dann der 2. Internationale Naturistenlauf statt. Franz übernahm die Organisation
vorbildlich und der Lauf hatte einen professionellen Charakter. Die Strecke war gut markiert und es
gab sogar Versorgungspunkte, an denen Wasser ausgegeben wurde. Mittags wurden uns die
Startnummern auf die Arme und den Bauch aufgemalt, es waren über neunzig Teilnehmer, viele
Kinder, der älteste 78 Jahre alt. Es gab einen Kinderlauf(500m), 5.000m Laufen, 5.000m Walken
und 10.000m Laufe. Ich selbst nahm beim 5.000m-Lauf teil, meine Tochter konnten wir zum
Kinderlauf überreden und abends bei der Siegerehrung war sie stolz, einen Platz besser
abgeschnitten zu haben als ich.
In der Nacht zum Sonntag regnete es noch mal kräftig und wir zweifelten ob wir unser Zelt trocken
einpacken konnten. Im Laufe des Vormittags kam aber immer mehr die Sonne zum Vorschein und
trocknete alles ziemlich rasch. Nach dieser schönen Woche fiel mir der Abschied schwer aber am
nächsten Tag begann in Hessen wieder die Schule und so mußten wir abreisen. So bleibt nur, sich
auf das fünfte Familientreffen Mee(h)r erleben zu freuen und zu hoffen, dass es nächstes Jahr
wieder so gut wird.

