Verändert der Internationale Naturistenlauf unsere naturistische Bewegung?

Diese Frage dürfte man mit „JA“ beantworten können.
Die Teilnehmer der ersten Nacktlaufveranstaltungen waren scheinbar noch Exoten. Regelmäßig hatten sie sich für ihre Nacktlauf-Aktivitäten zu erklären und dies sogar gegenüber FKKlern. „Behindert dich das Baumeln nicht?“ oder „Ist das Wippen nicht sehr unangenehm?“, solche und andere Fragen mit einem Schmunzeln gestellt, waren zu beantworten. Aber auch solche Aussagen gab es zu hören: „Nackt schwimmen, mache ich sehr wohl, ich bin ja Naturist. Aber nackt laufen, das brauche ich nicht, das finde ich blöd.“ Derartige Sprüche gehören inzwischen weitgehend der Vergangenheit an. Man kann sogar sagen, das Blatt hat sich gewendet. Wer das Geschehen beim diesjährigen Internationalen Naturistenlauf auf dem FKK Camping Ostsee beobachtete, konnte zu dem Schluss kommen, alles was sich bewegen kann ist mit dabei.

„Philosoph des Naturismus“

Volkmar Ellmauthaler zur „Kultur des Natürlichen“

In den Blick genommen von Christoph Müller

Es ist sicher zutreffend, den Wiener Berater, Coach und Medizinpsychologen als einen Philosophen des Naturismus zu bezeichnen. Sein neues Buch „Von der Kultur des Natürlichen“ dokumentiert  die Überzeugungskraft des Querdenkers an der Donau einmal mehr. – Ellmauthlaer vermag es, Begrifflichkeiten mit Inhalt zu füllen. So gibt er der Freikörperkultur im deutschsprachigen Raum, aber auch über die deutschsprachigen Grenzen hinweg ein Gesicht.

„Ungewöhnlicher Foto-Wettbewerb“

Österreichische Naturisten solidarisieren sich mit „Free the nipple“-Bewegung

Mit einer ungewöhnlichen Aktion lässt der Österreichische Naturistenverband (ÖNV) derzeit aufhorchen. Denn die österreichischen Freunde des Nacktseins machen auf die Aktion „Free the nipple“ auf sich aufmerksam. Die aus den USA kommende Aktion kämpft auf eigene Weise für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Denn vor allem Frauen plädieren dafür, den unbekleideten Körper zeigen zu dürfen.

 VIDEANT, NATURISTES…
„Es gibt Situationen, in denen das Private öffentlich gemacht werden sollte. Das schließt ein
Bekenntnis zur Freude am unbekleideten Leben durchaus ein.“
(Christoph Müller, Bonn, Juli 2016)
Tatsächlich geht es NaturistInnen nicht darum, den eigenen Lebensstil Anderen aufzudrängen.
Derzeit wird der Naturismus jedoch – etwa aus vorauseilendem Gehorsam? – seit längerem in der
Schweiz, nun offenbar auch in Deutschland geradezu systematisch eingeschränkt:
Aktuell hört man, im sächsischen Moritzburg seien NaturistInnen aufgerufen, „ihre Nacktheit zu
begrenzen“. Begründung: Flüchtlingen in einer nahen Gemeinschaftsunterkunft könne die Aussicht
auf nackte Badende nicht zugemutet werden.

„Es steht einiges auf dem Spiel“

Nagelproben für Naturisten in 2016

Ein Geschehen am Landgericht im westfälischen Dortmund hat in diesen Tagen Naturistinnen und Naturisten in ganz Deutschland, aber auch international bewegt. Eine Klage ist dort zurückgezogen, nach der ein Dortmunder seinem Nachbarn untersagen wollte, nach dem Gang in die Sauna nackt durch den eigenen Garten zu gehen.
Diese Geschehen bewegt auf verschiedenen Ebenen. Es wird Naturistinnen und Naturisten geben, die Jubelsprünge machen. Schließlich ist mit der Empfehlung auf den Rückzug einer Klage unterstrichen worden, dass es eine Freiheit gibt, die nicht genommen werden kann. Naturistinnen und Naturisten können die eigene Lebenshaltung  auf dem eigenen Grund und in den eigenen vier Wänden leben, wie sie es wollen.Verbunden ist dies mit dem Anspruch, dass das eigene Gelände umfriedet ist und beispielsweise mit Hecken für einen gewissen Sichtschutz gesorgt ist.

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