Lagerbericht der Sommerfahrt 2019 nach Österreich

Samstag:
Am Samstag den 06.07.2019 trafen wir uns am späten Nachmittag in der BjN-Geschäftsstelle. Danach ging es zum Italiener auf einen großen Eisbecher. Den Abend beendeten wir sehr früh mit einigen Spielen, denn am nächsten Tag mussten wir ganz früh aufstehen.

Sonntag:
Um 4 Uhr wollten wir aufstehen, um 5 Uhr sind wir dann aufgestanden und um 6 Uhr war der Rest verpackt und die Sommerfahrt ging los. Auf der langen Fahrt in den Süden Österreichs haben wir z.B. das vier CD lange Hörbuch „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne angehört. Wir sind gegen 18 Uhr im Naturisten-Feriendorf „Rutar Lido“ angekommen. Nach dem Einchecken und einer herzlichen Begrüßung vom Platzinhaber begann der Zeltaufbau. Da es schon langsam dunkel wurde, mussten wir uns Gedanken machen, was für heute am Wichtigsten und in welcher Reihenfolge aufzubauen ist.
Erst einmal starteten wir mit dem Aufbau des neuen BjN-Schlafzeltes, danach pumpten wir die Luftbetten auf. Wir kamen gut voran und wagten uns daher noch an das andere Gruppenzelt heran, welches uns in den Ferienlagern immer als Küchenzelt dient. So langsam wurde es Dunkel. Wir legten einen Gang zu und haben die Lichtschläuche in den Zelten verlegt und angeschlossen. Nun waren wir unabhängig von Witterung und Helligkeit und haben sogar noch mit dem Aufbau der Küchenschränke begonnen. Jetzt war aber die Luft raus. Wir waren so fertig von der langen Anreise und dem Aufbau, dass wir nach einer erfrischenden Dusche in die Luftbetten fielen und direkt einschliefen.

Montag:
Am nächsten Morgen - es war Montag der 08.07.2019 - bauten wir direkt nach dem Aufstehen das Nötigste im Küchenzelt auf, um entspannt frühstücken zu können. Anschließend haben wir das BjN-Mobil und die Dachbox entladen, das Sonnensegel und den Windschutz aufgebaut, die BjN-Fahne ganz traditionell am Fahnenmast gehisst und die Werbebanner aufgehängt. Parallel dazu wurden die Küchenschränke fertig aufgebaut und eingeräumt. Wir haben uns eine leckere Kaltschale gemacht und waren immer noch recht müde.
Also legten wir eine Mittagspause ein und spielten Schach oder lasen ein Buch. Plötzlich schlug das Wetter um und starke Regenschauer erreichten unser Zeltlager. Da bereits alles aufgebaut war, störte uns das Gewitter keinesfalls. Wir bereiteten uns zum Abendessen unser Standard-Ankunftsgericht: „Berliner Currywurst mit Pommes“ zu und saßen dabei am Tischlagerfeuer. Später sind wir dann ins Zelt gegangen und haben dieses Lagertagebuch angefangen zu schreiben und spielten unser Gegenstandsspiel.

Dienstag:
Wegen dem langen und starken Regen standen wir heute verspätet auf und frühstückten nach einem Rundgang im Waschhaus. Anschließend starteten wir unseren Ausflug zum Kärntener Wahrzeichen, der Pyramidenkogel in Klagenfurt am Wörthersee. Sie hat mehrere Aussichtsplattformen auf einem etwa 72 Meter hohen Aussichtsturm. Der Ausblick auf das Panorama Kärntens war beeindruckend und entschädigte für den langen Aufstieg. Unser nächstes Ziel war die Sommerrodelbahn auf dem Moosberg. Auf dem Weg dorthin fuhren wir um den türkis-blauen Wörthersee herum. Am Moosberg angekommen fuhren wir insgesamt 6x mit der Sommerrodelbahn und genehmigten uns im Anschluss alle noch ein Eis.
Bevor es letztendlich zurück zum Naturisten-Feriendorf ging, waren wir noch Lebensmittel einkaufen. Dort angekommen und ausgepackt machten wir uns einen frischen BjN-Salat und anschließend eine Nachtwanderung in den Kärntener Wäldern mit Ausblick auf das Rutar Lido. Mit dem Abstieg an einem sehr steilen Berghang endete die Nachtwanderung. Wir bauten das BjN-Zeltkino auf und machten uns eine Kaltschale. Während des Films „Der Schatz im Silbersee“ gab es leckere Knabbereien und fruchtige Marillen. Zum Abschluss des ereignisreichen Tages führten wir unsere Gegenstandsspiel-Zeremonie durch.

Mittwoch:
Durch die Fenster des neuen BjN-Schlafzeltes wurden wir von Sonnenstrahlen aus dem Schlaf gekitzelt. Nach dem lange hinausgezögerten Aufstehen, machten wir unseren alltäglichen Rundgang (Duschen, Zähneputzen und Abwaschen) im Waschhaus und frühstückten anschließend. Unsere diesjährige erste BjN-Nacktwanderung startete in unserem FKK-Zeltlager, führte uns die Lido-Alm hinauf und tief in den Kärntener Wald. Wir konnten viel Natur entdecken und mit allen unseren Sinnen wahrnehmen. Mit einigen Stunden war sie mit Abstand die längste Jugend-Nacktwanderung im BjN. Irgendwann auf dieser Wanderung bekamen wir Hunger und wanderten daher zum FKK-Zeltlager zurück. Für uns war diese abenteuerliche Nacktwanderung schon jetzt eines der Highlights der Sommerfahrt.
In der Zeltküche bereiteten wir österreichischen Kaiserschmarrn zu. Parallel dazu wurde unser Punching-Ball aufgebaut und natürlich gleich ausführlich eingeweiht. Nach der Zwischenmahlzeit machten wir eine Mittagspause und spielten Twister, anschließend machte jeder worauf er Lust hatte, z.B. ein Buch lesen oder Mittagsschlaf. Die Mittagspause zog sich bis zum Abend hin.
Wir warfen den Grill an und begannen mit der Fliegen- und Pferdebremsen-Vernichtung im Küchenzelt. Heute gab es Steaks mit Pommes, selbstgemachter Kräuterbutter und einen kleinen Salat zum Abendessen. Eine Erdbeer-Kaltspeise genossen wir im BjN-Zeltkino beim Film „Winnetou und das Halbblut Apanatschi“. Vor dem Einschlafen wurden noch zwei Kapitel aus dem Buch: „Gruppe Wiking auf Fahrt“ abwechselnd vorgelesen, sowie das Gegenstandsspiel gespielt.

Donnerstag:
Nach einer ziemlich kalten und schlaflosen Nacht schliefen die meisten erst bei Sonnenaufgang ein. Aufgestanden sind wir gegen 11 Uhr und nahmen erst einmal eine heiße Dusche. Es folgte das Frühstück bis wir uns dann gegen 12 Uhr auf den Weg nach Graz machten. Dort wanderten wir durch die Altstadt. Am Fuße des Schlossberges fuhren wir mit einem im Bergstollen gelegenen Aufzug etwa 70 Meter nach oben, wanderten auf dem Schlossberg herum und erkundeten einige Sehenswürdigkeiten. Anschließend wanderten wir den Schlossberg hinab, kamen auf der Rückseite des Berges an und durchquerten ihn durch einen bunt beleuchteten Bergstollen-Laufsteg. Nun waren wir wieder am Eingang und konnten noch das ein oder andere Souvenir erwerben.
Wir machten uns auf den Rückweg durch den Stadtkern zum BjN-Mobil, denn wir hatten ja noch einen wichtigen Termin im Naturisten-Feriendorf. Zu 18 Uhr wurden wir vom Platzinhaber „Peter“ zum Pizza essen eingeladen. Die Pizzen waren mega lecker und alle wurden satt. Zurück an den Gruppenzelten bauten wir wieder das Zeltkino auf, denn „Winnetou und sein Freund Old Firehand“ warteten bereits auf uns, sowie eine leckere Baby-Bananen-Milchspeise. Danach sind wir rüber ins Schlafzelt gegangen. Dort haben wir das 3. und 4. Kapitel von „Gruppe Wiking auf Fahrt“ gelesen und wie immer das Gegenstandsspiel zelebriert.

Freitag:
Heute wurden wir wieder von den Sonnenstrahlen geweckt. Wir wollten eigentlich durch den Ortskern von Eberndorf und auf den dahinter liegenden bewaldeten Berg wandern. Da es aber zu heiß wurde haben wir den Plan verworfen. Stattdessen haben wir Obstsalat zubereitet und ein paar Spiele in unserem FKK-Sommercamp gespielt. Beim Spielen wurden wir von 22 Pferdebremsen angegriffen, dank der elektrischen Fliegenklatsche konnten wir nach und nach den Angriff abwehren. Während die Einen gelesen haben trieben die anderen Natursport, andere wiederum lagen faul in der Sonne. So verging auch dieser Sommertag wieder einmal viel zu schnell. Am Abend trafen sich wieder alle in der Zeltlager-Mitte zu frittierten Pommes und Seelachs. Danach zogen erneut die Wolken auf. Der Regen störte uns nicht, denn wir schauten im Zeltkino „Winnetou unter Geiern“. Später sahen wir uns Bilderserien der BjN-Fahrten von 2019 an. Am Ende des Tages haben wir uns die beiden Kapitel „Der Kundschafter“ und „Das Lager in der Bärenschlucht“ aus dem Buch: „Gruppe Wiking auf Fahrt“ vorgelesen.

Samstag:
Am Samstag, den 13.07.2019 machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Nockalm. Kurz nach dem Losfahren wies uns eine aufmerksame Seniorin darauf hin, dass Mittagsruhe sei. Da wir aber gerade erst gefrühstückt hatten konnte es zeitlich gar nicht stimmen. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt und einer Bergklettertour für das BjN-Mobil bei 23% Steigung, fuhren wir auf 1500 Meter Höhe auf die Turracher Höhe. Bevor wir die Nockalm fanden, irrten wir noch ein bisschen herum.
Dann fuhren wir in einer Kabine mit dem Berglift zum Gipfel der Turracher Höhe. Auf 2000 Meter Höhe genossen wir nur kurz den Ausblick, denn es war 13 Grad Celsius und wir hatten alle nur kurze Hosen und Shirts an. Nicht viel später stiegen wir in den Nockyflitzer, um in atemberaubender Geschwindigkeit den Berg wieder hinab zu gleiten. Auf dem Rückweg von der Turracher Höhe hielten wir an einem Markt an, um weitere Lebensmittel einzukaufen. Zum Abendessen gab es Bratkartoffeln mit Speck und Berliner Boulette, was wir natürlich zuvor gemeinsam zubereitet hatten. Nachdem wir unser Lagertagebuch wieder aktualisiert hatten, schauten wir uns „Winnetou - Der Ölprinz“ im Zeltkino an.

Sonntag:
Am Sonntag standen wir etwa gegen 10 Uhr auf. Nach dem Frühstück, dem Duschen und dem Abwaschen konnten wir leider wieder nicht durch den Ort Eberndorf wandern, da es plötzlich anfing zu regnen. Wir haben uns erst einmal wieder zurück ins Zelt verkrochen. Als es dann langweilig wurde gingen wir ins Küchenzelt und backten gemeinsam Waffeln. Vollgefressen von den BjN-Waffeln, legten wir uns in die Schlafsäcke und lasen die letzten drei Kapitel von „Gruppe Wiking auf Fahrt“ abwechselnd als Hörbuch vor.
Anschließend sind wir wieder nackt auf der Lido Alm gewandert. Diese Nacktwanderung war nicht sonderlich lang. Danach machten wir einen Geländerundgang auf dem wir u.a. Garten-Schach spielten. Als wir davon zurück waren haben wir uns einen knackigen Salat zubereitet, gefolgt von Currywurst und einem Pudding-Grießbrei. Nach dem Abendessen haben wir „Winnetou“ Teil 6 und 7 im Zeltkino geschaut.

Montag:
Der Montag startete wieder mit Sonnenschein, sodass wir den Vormittag in unserem FKK-Camp verbrachten. Gegen Mittag wanderten wir in Richtung Eberndorf. Dort besichtigten wir den Ortskern. Anschließend wanderten wir den Eberndorfer Buchhalmberg hinauf und entdeckten eine stillgelegte Sommerrodelbahn. An diesem Lost-Place startete unsere abenteuerliche und wohl einzigartige Rutschen-Wanderung. Wir wanderten die Rutsche der Sommerrodelbahn 1200 Meter ins Tal hinab. Auf dem Weg hinab erwarteten uns einige Hindernisse wie z.B. Bäume und verwilderte Streckenabschnitte. Die Natur hat sich die Sommerrodelbahn so langsam zurück erobert.
Wir wanderten im Anschluss daran wieder zurück zum Naturisten-Feriendorf und machten uns einen kleinen Abendsnack. Nach dem Abendessen haben wir ein bisschen aufgeräumt und die Zeltkiste sortiert und eingeräumt. Danach startete wieder unsere abendliche Flimmerstunde im Zeltkino, mit dem 8. Winnetou-Film. Anschließend mussten wir noch eine Menge Lagertagebuch nachholen, spielten und erzählten uns Geschichten bis in die Nacht hinein.

Dienstag:
Der Dienstag war ein richtig heißer Sommertag, an dem man sich so gar nicht bewegen konnte. Daher entschlossen wir uns dazu im FKK-Camp zu bleiben. So konnte jeder machen was er wollte, wie z.B. nackig in der Sonne braten, ein Buch oder Comic lesen, im Schatten auf der Luftcouch einschlafen oder etwas nackten Natursport betreiben. Zwischendurch versorgten wir uns mit Kaltspeisen, Pudding und kühlen Getränken.
Erst am Abend hatten wir etwas feste Nahrung zu uns genommen. Die Sonne schien den ganzen Tag, was man nun an den Körpern deutlich sehen konnte. Zum Glück hatten sich alle eingecremt! Mit dem einkehren der Dunkelheit versammelten wir uns im Zeltkino zum 9. Winnetou-Film. Nach dem Film machten wir einen Fahrtenrückblick und schauten uns unter anderem die Fotos der letzten Sommerfahrt nach Ungarn an.

Mittwoch:
Für Mittwoch war kein Ausflug geplant. Daher gingen wir alles ganz langsam an, schliefen bis Mittag aus und machten danach ein ausgedehntes Frühstücksbuffet. Manche lagen in der Sonne, andere wiederum betrieben nackten Natursport. Zum Mittag haben wir Kaiserschmarrn gegessen. Am späten Nachmittag mussten wir noch das ein oder andere Lebensmittel besorgen.
Als wir zurück kamen, sahen wir am Himmel wie sich die Wolken zusammen zogen und sich langsam ein Gewitter anbahnte. Daher zurrten wir die Gruppenzelte fest und bereiteten alles für das Gewitter vor. Das war eine gute Idee, denn es setzte kurz darauf ein massiver Starkregen ein. Es blitzte und donnerte wie verrückt, der Regen hämmerte auf die Gruppenzelte ein, aber sie hielten aus und uns trocken. Es regnete den ganzen Abend durch, doch das sollte uns aber nicht stören, denn wir fanden genug Möglichkeiten uns zu beschäftigen. Hoffentlich wird das Wetter morgen besser!

Donnerstag:
Nachdem es die ganze Nacht hindurch geregnet hatte, erwartete uns ein schöner sonniger Morgen. Nach dem Frühstück besprachen wir uns, was wir denn in den nächsten Tagen noch so schönes machen wollten. Für den heutigen Donnerstag stand der Ausflug bereits fest, eine Gebirgswanderung in der Tscheppaschlucht. Am späten Vormittag machten wir uns auf den Weg dorthin. Bevor wir am eigentlichen Startpunkt ankamen, mussten wir auf steinigen Wegen durch einen kleinen Wald. An großen Blätterkalkfelsen vorbei, gingen wir an einem Fluss entlang, bis wir an den Felsen ankamen. Von dort aus startete unsere Gebirgswanderung.
Unsere Jugendwanderung führte uns an engen Gesteinsformationen vorbei, über steile Gebirgspässe, entlang abgrundtiefer Schluchten, hinauf über plankenartige Treppen. Nach einigen Kilometern erreichten wir die Teufelsschlucht. Es war ein einmaliger Anblick, man konnte sehen wie sich die Natur ihren weg durch die Felsen bahnt. Weiter ging es über eine wacklige Hängebrücke zu einem atemberaubenden Wasserfall, dem Ziel unserer Wanderung. Uns bot sich ein phänomenaler Anblick auf den Wasserfall. Hier stürzen täglich tausende Tonnen Wasser in die türkis-blaue Lagune. Umringt von Gebirgsfelsen und Felsbrocken, als wäre es für das Baden gemacht. Ein Paradies für Naturisten!
Das Tagesziel war erreicht und wir kehrten um. Der Rückweg war gleich wie der Hinweg, nur andersrum. Am Startpunkt wieder angekommen, gab es erst einmal für jeden ein Eis. Danach hatten wir noch ausreichend Zeit, um im Gebirgsfluss zu kneippen. Zurück im Naturisten-Camp warfen wir den Grill an und bereiteten einige Salate zu. Nach dem Abendessen verkrochen wir uns in die Gruppenzelte, sprachen über den abenteuerlichen Tag und schliefen fest ein.

Freitag:
Am Freitagmorgen war das Wetter so schön, dass wir wieder draußen nackt in der Natur frühstücken konnten. Nach dem Frühstück sind wir nach Gallizien gefahren, um den Wildensteiner Wasserfall zu erobern. Vom Fuße des Berges sind wir etwa 20 Minuten hinauf zum Wildensteiner Wasserfall gewandert. Es war sehr beeindruckend  wie das Wasser die 53 Meter herunter prasselte und sich im weiteren Verlauf als Gebirgsbach abzeichnete. Wir setzten unsere Jugendwanderung über teils unbefestigte, dicht bewachsene und steile Bergpässe fort. Auf halber Strecke wurden die steilfelsigen Bergpässe wieder zu normalen Wanderpfaden.
Nach einigen Stunden erreichten wir eine Lichtung auf der wir eine halbstündige Naturisten-Pause einlegten. Wir genossen das beeindruckende Panorama von unserem Abhang ins Tal von Gallizien. Wenig später stimmten wir ab und entschlossen uns dazu umzukehren. Wir wanderten auf dem gleichen kilometerlangen Pfaden zurück, wie wir heraufgekommen sind. Kurz vor dem Startpunkt am Fuße des Berges wichen wir in die angrenzenden Wälder aus, für das ein oder andere Geländespiel. Danach fuhren wir zurück zum FKK-Camp mit einem Zwischenstopp beim Lebensmittelhändler. Das Abendessen mit dem anschließenden Spieleabend beendete den heutigen Tag.

Samstag:
Nachdem wir die letzten beiden Tage auf Wanderschaft waren, wollten wir heute wieder im FKK-Camp verbringen. Sonnenschein und um die 30 Grad waren hierzu ideal. Der Tag stand für Jeden zur freien Verfügung. Wer wollte konnte an den Koch-Workshops teilnehmen. Nacktes Sonnenbaden, Gemeinschaftsspiele, wilde Gespräche und ein Rückblick auf die vergangenen Ferientage füllten diesen Sommertag. Das Thema des Abendessens war diesmal „griechisch“ und das Abendprogramm ähnlich den vergangenen Tagen.

Sonntag:
Der zweite Sonntag war für uns der letzte Tag unseres diesjährigen Ferienzeltlagers in Kärnten/Österreich. Denn jede Fahrt ist auch mal vorbei und morgen schon der Abreisetag. Auch heute verbrachten wir den ganzen Tag im FKK-Camp und haben schon einmal Dinge die wir nicht mehr brauchten abgebaut und zusammengepackt. Wir wollten einfach für den morgigen Tag etwas vorbereiten, um möglichst früh abzureisen.
Wir haben das Sonnensegel und den Windschutz abgebaut, die Küchenschränke demontiert, aus der Luftcouch und dem Luftsessel die Luft herausgelassen und etwas die Zelttaschen aufgeräumt. Zwischendurch haben wir uns Wassermelonen geschnitten und selbstgemachte Waffeln gegessen. Zum Abendessen gab es dann Nudeln mit Würstchen-Bolognese.

Montag:
Da wir gestern sehr fleißig waren, blieb nicht mehr so viel vom Abbau übrig. Die Zelte mussten nur noch ein bisschen vom Morgentau abgetrocknet, die Luftbetten und letzte Küchenutensilien verpackt, die Bodenplanen gereinigt und alles dann im BjN-Mobil verstaut werden. Nach dem Abschied vom Platzinhaber des Naturisten-Feriendorfes startete unsere Rückreise.
Um noch ein Highlight für die Rückfahrt einzubauen, wollten wir noch die Krimmler Wasserfälle besuchen, doch der Weg dorthin wurde immer länger. So entschlossen wir uns dazu, einfach die Alpenlandschaft um uns herum zu genießen und diesen Besuch ausfallen zu lassen. Auf dem Rückweg nach Berlin hatten wir einige kleine Staus zu bewältigen, kamen aber dennoch gut voran. Gegen 22:30 Uhr trafen wir in der BjN-Geschäftsstelle ein. Am nächsten Tag schliefen wir wieder etwas länger und wurden dann noch nach Hause gefahren.

Text & Fotos: BjN
www.FKK-Ferienlager.de
 

Am Sonntag den 25.08.2019 machten wir uns auf die weite Reise nach Kohren-Sahlis zum
„Irrgarten der Sinne“. Kohren-Sahlis liegt zwischen Leipzig und Chemnitz im Bundesland Sachsen.
Normalerweise würden wir auf einen Sonntag nicht so weit fahren, aber genau an diesem Sonntag
war der einmal jährlich stattfindende FKK-Tag. Wie sich später herausstellte, war es sogar schon
der vierte FKK-Tag im „Irrgarten der Sinne“.
Nach knapp 2,5 Stunden trafen wir auf dem Parkplatz ein und wurden direkt wieder nach Hause
geschickt. Nein, zum Glück dann doch nicht! Man hatte wohl einfach nicht mit einer Jugendgruppe
an einem FKK-Tag gerechnet? Nachdem wir das Gelände betraten, trafen wir auf ein Zelt mit der
Beschriftung „Umkleidekabine“, was natürlich wieder für Verwirrungen sorgte, denn niemand hatte
Wechselsachen für eine FKK-Veranstaltung dabei. Wir zogen uns einfach aus und gingen weiter.
Das nächste Hindernis war ein nackter Zauberer, welcher uns mit seinen Kunststücken wieder zu
guter Laune verhalf. Anschließend sollte es dann endlich in den Irrgarten gehen, doch wir mussten
erneut zurück, denn wir waren alle barfuß und insgesamt 3 Leute warnten uns vor einem steinigen
Boden.
Nun ging es aber endlich in das FKK-Labyrinth. Mit einer Wanderkarte und einem Golfball
ausgestattet wagten wir uns durch die weitläufigen Gänge. Insgesamt sind es 3,5 km Wege
umrandet von 9000 Hainbuchen und das bei sonnigen 30 Grad. Etwas über 50 Stationen mit kleinen
Wissens- und Geschicklichkeitsspielen erwarteten uns, doch alle schafften wir nicht auszuprobieren.
Hier kam dann auch der Golfball zum Einsatz, denn den benötigte man für einige Spiele.
Einige Stunden später hatten wir das Ziel erreicht und noch etwas Zeit für eine heiße Wurst. Nach
netten Gesprächen mit dem Inhaber machten wir uns wieder auf den Heimweg. Da wir nicht alle
Stationen ausprobieren konnten, werden wir wohl noch einmal wiederkommen. Auf jeden Fall hat
es allen gefallen und das Wetter passte ja auch super! Der nächste FKK-Tag soll am 12.07.2020
stattfinden, also genau ein Wochenende vor der Sommerfahrt 2020 nach Kroatien.
Bericht & Fotos: BjN -

www.junge-Naturisten.de

 

FKK sollte unter jungen Leuten ein Revival erleben
Der Anblick von schlaffen Hintern kann auch etwas für unser eigenes Körpergefühl tun.
Von Nada El-Azar, dasbiber.at*

Das erste Mal kostet immer eine Menge Überwindung. Ich weiß noch wie mir plötzlich ganz anders wurde, als ich in Wien auf dem Weg zu einem kleinen Weiher das Schild mit der Aufschrift „FKK“ sah. Die Vorstellung, mich vor vielen Wildfremden auszuziehen, verwandelte sich vor meinem geistigen Auge zu einem peinlichen Albtraum. Mein damaliger Freund, der eine Hippie-Mutter hatte und ein wahrer FKK-Profi war, überredete mich, es zumindest einmal zu probieren.


„Naturisten müssen Flagge zeigen“
von Christoph Müller
Freikörperkultur und Sicherheit sind aktuelles Thema
Für FKK-Begeisterte sind Fragen der Sicherheit immer häufiger relevant. Die Bedrohung durch technische Möglichkeiten, aber auch eine reduzierte Bereitschaft, die Grenzen des Gegenübers zu akzeptieren, sind Phänomene, gegen die sich FKK-Begeisterte rüsten müssen. Die Präsidentin der Internationalen Naturisten-Föderation (INF-FNI), Sieglinde Ivo, hat sich dem Gespräch gestellt.

FKK in Deutschland: Ist Nackheit heute tabu?
von Sandra Lumetsberger; 18.8.2019 kurier.at


FKK war eine Massenbewegung, heute ist von einem Tabu die Rede. Wer badet noch textilfrei?
„Willkommen im Paradies“ steht auf dem kleinen Schild in Berlin-Reinickendorf. Zwischen meterhohen Bäumen liegt das Eingangstor zu einem der ältesten FKK-Vereine der Stadt, den Saunafreunden. 2020 feiert man 70 Jahre.

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