Von virtuell zu materiell

Von virtuell zu materiell ?

Das FKK – Museum will aus den virtuellen Schuhen heraus
Sein FKK – Museum existiert bislang virtuell. Michael Otto hat ein großes Ziel mit seiner Begleitung des Naturismus im Zeitgeschehen. „Ich würde mich freuen, wenn es gelingen würde, eine Wanderausstellung zur Freikörperkultur auf die Beine zu stellen, die dann durch den deutschsprachigen Raum reisen könne“, meint der begeisterte Naturist Michael Otto.


Der Sammeleifer des Hamburger Ottos scheint unbegrenzt. Ein Blick auf die von ihm gepflegte Webseite www.fkk-museum.de zeigt, wie umfangreich seine Arbeit ist. „Die Homepage zeigt vor allem, wie vielfältig und lebendig die Freikörperkultur ist“, stellt Michael Otto fest. Das virtuelle FKK – Museum zeige, dass die Freikörperkultur eine Lebenseinstellung, weniger ein Spektakel sei.
Michael Otto gehört zu denjenigen Menschen, die die Breite der naturistischen Bewegung zeigen. Das Nacktsein finde nicht nur unter organisierten Naturistinnen und Naturisten statt. Die Mehrheit der Menschen wollen nach den Worten von Michael Otto frei sein, wenn sie hüllenlos ihre Freiheit leben wollen.
Natürlich ist Michael Otto ein wichtiger Ansprechpartner, wenn Menschen etwas über den Naturismus erfahren wollen. Er sammelt nicht nur unzählige Naturisten – Zeitschriften. Er sucht nicht nur nach Merchandising – Produkten aus der FKK – Szene. Michael Otto hat auch einen Sinn für die Skurrilitäten innerhalb der Freikörperkultur. So ist Heiterkeit sicher garantiert, wenn er seine FKK – Figuren in der Öffentlichkeit präsentieren würde.
Woran scheitert es bislang ? Es sei natürlich eine Gratwanderung, viele Dinge über die Freikörperkultur zu archivieren. Seine eigenen räumlichen Möglichkeiten seien begrenzt. Ein ganz anderes Problem sei die Finanzierung seiner ungewöhnlichen Arbeit. Viele begeisterte Naturistinnen und Naturisten würden ihm kostenneutral Material und Devotionalien zur Verfügung stellen. Wenn er jedoch an die Schaffung einer Wanderausstellung gehe, brauche er ökonomische Unterstützung. Dies sei nicht aus dem eigenen Portemonnaie zu schaffen. Michael Otto überlegt deshalb an einem Finanzierungskonzept, von dem auch Förderer etwas hätten. Wer finanziellen solches Projekt unterstütze, wolle ja auch einen Nutzen haben.
Mit seinem Engagement zeigt Michael Otto unter anderem, dass Nacktwandern und andere Aktivitäten in der freien FKK – Szene selbstverständlicher Aspekt der Freikörperkultur seien. Er zeigt gleichzeitig, dass die Freikörperkultur ständig Veränderungsprozessen unterworfen sei und auch immer in Abhängigkeit des Zeitgeschehens zu verstehen sei. „Dies ist mir auch wichtig. Schließlich bietet dies auch immer eine Möglichkeit zum Gespräch und intellektuellen Diskurs“, so Michael Otto.
Er hofft natürlich, dass auch Vereine und Verbände Interesse an seinem FKK-Museum haben und es möglicherweise auch finanziell unterstützen. Die eigenen Ressourcen aus deren Reihen seien ja begrenzt. Im Rahmen eines Outsourcings könnte ja seine Arbeit gewürdigt werden, hofft Otto. Viel Glück ist ihm bei seinem Projekt zu wünschen.
Christoph Müller

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