„Enthüllte Brüste als Indikator für Freiheit“
Kulturwissenschaftlerin Sanyal zur weiblichen Vulva
Sie nennt das eigene Buch „eine kleine Kulturgeschichte des Abendlandes – allerdings anhand der Darstellung des weiblichen Genitals in Alltag, Folklore, Medizin, Mythologie, Literatur und Kunst“ (S.7). Die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal wirft einen konzentrierten Blick auf die weibliche Vulva. Wie man es von einer zeitgenössischen Autorin erwartet, so bricht sie mit dem einen oder anderen Tabu. „Es ist der Versuch, die kulturelle Bedeutung des weiblichen Genitals zu rekonstruieren und die Anstrengungen sichtbar zu machen, die unternommen werden mussten, um die Vulva zu verdrängen, da an ihrer Präsentation der Kampf um die Definitionsgewalt über den weiblichen Körper ausgetragen wurde“, schreibt Sanyal.

„Von der Komik des Obszönen und der Obszönität des Komischen“
Der männliche Penis unter der Lupe
Dem Germanisten und Religionswissenschaftler Gerhard Staguhn ist für ein Vermögen unbedingt zu danken. Er hat mit einer bewundernswerten Unaufgeregtheit und mit viel Humor den männlichen Penis unter die Lupe genommen. Das männliche Genital sorgt auch unter Naturistinnen und Naturisten immer einmal wieder für Aufregung und Verkrampfungen. Nach der Lektüre von Staguhns Buch „Der Penis-Komplex“ gibt es dafür keine Gelegenheit mehr.

Der Tod macht niemals Urlaub
Angelika Wesner 
Eigenverlag, Schwäbisch Gemünd 2011, ISBN 978-3-00-036529-4, 292 Seiten, 12.50 Euro.

Am Ufer eines Sees mitten in Baden Württemberg wird ein Toter gefunden. Auf den ersten Blick hat man den Eindruck, dass er nach einem lebhaften Cocktailabend im Wasser ertrunken ist. Bei der Obduktion des Leichnams stellt sich heraus, dass er ermordet worden ist. Der Campingplatz „Swimming Paradise“ ist der Ort des lebhaften Geschehens, in das hinein die Kommissare Jennifer Reitmann und Rainer Sommer geschickt werden.

„Er gibt der Freikörperkultur Gesichter und Geschichten“
Fotograf Norbert Sander zeigt Vielfältigkeit der FKK

Eines muss man dem Fotografen Norbert Sander lassen. Mit seinem Buch „Nackedei 2 – Freikörperkultur heute“  gibt er der Freikörperkultur Gesichter und Geschichten. Was häufig verschämt verschwiegen wird, kommt in seinem Buch zur Sprache. Die Freude an und die Lebendigkeit der Freikörperkultur werden in dem abwechslungsreichen Buch spürbar.

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„In die Mitte der Nackten“

Mark Haskell Smith: Naked at lunch – Ein Nacktforscher in der Welt der Nudisten, Heyne-Verlag, München 2016, ISBN 978-3-453-67701-2, 335 Seiten,  12.99 Euro.

Für den Journalisten Mark Haskell Smith ist die Welt der FKK-Begeisterten fremd gewesen – bis er sich an sein Buch „Naked at lunch“ gewagt hat. Dann hat er einen Schritt gewagt, der für ihn wohl mehr als ein Quantensprung gewesen sein muss. Smith hat die Kleider abgelegt, hat sich auf eine FKK-Kreuzfahrt, sich in Naturisten-Camps einquartiert und hat an Nacktwanderungen in den österreichischen Alpen teilgenommen.

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